Spaziergang im April: Essbare Hecken, Marienkäfer & laufende Pflanzen
Garten mit Vliesabdeckung gegen Austrocknen bei Ansaat
In unserer neuen Podcastfolge nehmen wir euch mit auf einen kleinen Spaziergang durch den Bürgergarten an der Gehestraße in Dresden. Die Sonne scheint, der Frühling ist da – und überall gibt es etwas zu entdecken. Gemeinsam mit Volker Croy sprechen wir über Pflanzen, Tiere, essbare Hecken und darüber, wie sich Gärten an den Klimawandel anpassen können.
Marienkäfer – klein, bunt und faszinierend
Schon früh im Gespräch landen wir bei einem spannenden Thema: Marienkäfer. Vielleicht ist dir auch schon aufgefallen, dass es unterschiedlich große gibt. Die kleineren sind meistens die heimischen Arten, die größeren oft asiatische Marienkäfer. Diese wurden ursprünglich in der Landwirtschaft eingesetzt, weil sie sehr viele Blattläuse fressen – teilweise drei Mal so viele wie unsere heimischen Arten.
Heute sind sie in unseren Ökosystemen angekommen und mischen sich sogar genetisch mit den heimischen Käfern. Ein schönes Beispiel dafür, wie Natur immer in Bewegung bleibt.
Pflanzen, die „laufen“
Klingt verrückt, stimmt aber: Manche Pflanzen können laufen – nur sehr langsam. Weiden zum Beispiel wachsen, kippen mit der Zeit um, wurzeln neu und „wandern“ so Schritt für Schritt weiter. Auch Erdbeeren breiten sich über Ausläufer aus. Pflanzen sind also viel beweglicher, als man denkt.
Essbare Hecken statt Thuja
Ein zentrales Thema unseres Spaziergangs sind essbare Hecken. Statt eintöniger Thuja lassen sich auch Obstgehölze oder Beerensträucher dicht pflanzen und als Hecke schneiden – schön, ökologisch wertvoll und gleichzeitig nutzbar.
Mögliche Pflanzen sind zum Beispiel:
Johannisbeeren
Sandkirsche
Cornelkirsche
Brombeeren (gern dornenlos)
Feldahorn als robuste, heimische Hecke
Und dann ist da noch eine Vision: immergrüne Heidelbeerhecken, die auch im Winter Laub tragen und im Sommer Früchte schenken. Wie gut das wirklich funktioniert, testen wir gerade.
Weniger Wasser – was tun?
Wir werden in Zukunft mit weniger Wasser im Garten auskommen müssen. Deshalb ist die Wahl der Pflanzen entscheidend. Viele Laubgehölze sind deutlich besser an Trockenheit angepasst als Nadelgehölze.
Ein wichtiger Tipp:
Hecken quer im Wind brauchen mehr Wasser – schmale Hecken in Windrichtung weniger.
Mit robusten Arten wie Holunder oder Cornelkirsche in der ersten Reihe lassen sich windempfindlichere Pflanzen dahinter schützen.
Symbiose – wir und die Pflanzen
Im Podcast sprechen wir auch darüber, dass Gärtnern immer eine Partnerschaft mit den Pflanzen ist. Wir pflegen sie – und bekommen dafür Früchte, Schatten, Blüten und Freude. Wenn wir unsere Seite der Verantwortung aufgeben, leidet auch die Pflanze. Ein Gedanke, der hängen bleibt.
Lust auf mehr?
In der Podcastfolge hörst du:
🎧 wie wir gemeinsam durch den Garten schlendern
🌱 warum Topinambur als Hecke schwierig werden kann
🐞 woran man asiatische Marienkäfer erkennt
🌳 wie Hecken zur Klimaanpassung beitragen
🍓 warum essbare Hecken einfach Spaß machen
Und natürlich bekommst du noch mehr praktische Beispiele und persönliche Gedanken mit.
Wenn du Unterstützung bei essbaren oder naturnahen Gartenprojekten suchst – melde dich gern bei uns. Auf www.vimaanagarten.de findest du unsere Projekte, Ideen und Kontaktmöglichkeiten.
Viel Freude im Garten — und hör gern in die Folge rein!